Aufbruch ins Solarzeitalter

Das Klima kennt keine nationalen Grenzen, Klimaschutz ist eine internationale Aufgabe.
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Treibstoff der Zukunft – erneuerbar und immer verfügbar

Für den Übergang vom fossil-atomaren Zeitalter ins Solarzeitalter haben wir Bündnisgrünen in den letzten Jahren eine ganze Reihe politischer Instrumente entwickelt und viele davon in Regierungsverantwortung bereits umgesetzt. Damit haben wir das Ruder gedreht, die Energiewende ist eingeleitet, jetzt müssen wir auf diesem Kurs Fahrt aufnehmen. Deshalb muss zügig und konsequent gehandelt werden. Im Vergleich zu 1990 muss der CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent, bis 2050 um 80 Prozent reduziert werden. Innerhalb weniger Jahrzehnte können und werden wir den Übergang vom fossilen zum solaren Zeitalter schaffen. Technisch sind wir zur vollständigen Umstellung in der Lage, politisch bedarf es dazu noch großer Kraftanstrengungen.

Der Wandel von der Verbrennung fossiler Energierohstoffe zu regenerativen Energien ist mehr als eine technologische Revolution. Er führt auch zu einer neuen, dezentralen Struktur der Energiewirtschaft. Gleichzeitig muss die Energieeffizienz drastisch erhöht und der Ressourcenverbrauch ebenso gesenkt werden. Unser mittelfristiges Ziel ist Faktor 4, die Vervierfachung der Ressourcenproduktivität. Langfristig ist eine Steigerung um den Faktor 10 möglich und notwendig.
Solare Technologien haben jahrzehntelang ein Schattendasein geführt. Wir werden weiter ihre Erforschung fördern und ihre Präsenz an Schulen und Hochschulen verbessern. Wir werden vor allen Dingen ihre marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ihrem volkswirtschaftlichen Stellenwert anpassen, also technische Normen für den Energieverbrauch von Gebäuden, Produkten und Dienstleistungen weiterentwickeln und die ökologische Steuer- und Finanzreform fortführen.

“Energie ist ein Allgemeingut”

Die Liberalisierung der Energiemärkte bietet eine Chance für dezentrale Versorgungssysteme. Diese werden wir nutzen, um möglichst vielen Menschen, Kommunen und unabhängigen Energielieferanten die Möglichkeit zu bieten, den Energiemarkt der Zukunft selbstbestimmt und diskriminierungsfrei zu gestalten. Wir setzen auf schnelle, effiziente und flexible Systeme, die Versorgungslogik der alten Energiemonopolisten ist nicht zukunftsfähig.
Energie ist ein Allgemeingut, mit dem wir im Interesse aller Menschen und der uns nachfolgenden Generationen nicht gedankenlos umgehen dürfen.
Solare Energieproduktion genießt bereits eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz. Das gesellschaftliche Engagement vieler Initiativen gilt es über das bereits Erreichte hinaus politisch zu unterstützen und zu verstärken. Diese Multiplikatoren werden uns helfen, gesellschaftliche Mehrheiten für die Durchsetzung eines globalen Solarprogramms zu erreichen.
Das Klima kennt keine nationalen Grenzen, Klimaschutz ist eine internationale Aufgabe. Wir werden weiter auf internationale Abkommen und deren Umsetzung drängen. Wir werden Maßnahmen fördern, die den Transfer von Regenerativen Energien-Technologien besonders in Entwicklungsländer sicherstellen. Denn neben dem Klimaschutz ist auch für die Armutsbekämpfung in unterentwickelten Regionen die Bereitstellung regenerativer Energien eine unverzichtbare Grundvoraussetzung.
Erneuerbare Energien werden zur Verringerung von Kriegsursachen beitragen.

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© 2010 Nicolas Dombeck